Kurzinformation · Notice

Sprache und Demokratie
Interdisziplinäre Tagung vom 02. bis 04.10.2014 in Siegen

Wie hängen Sprache und Demokratie miteinander zusammen? Denken wir an die Rhetorik machtpolitischer Debatten, an die sprachliche Zubereitung der Welt im medialen Baukasten, an die Interaktion zwischen Behörden und Bürgern, an den Indikativ der Gesetzbücher, an „Stimm“-Lose vor den Wahlurnen, an Sprachenpolitik, Folterverhöre und überwachtes Sprechen, Ansätze „fließender“ Demokratie –, gibt es eine „(un)demokratische Sprache“ oder eine „(Un)Sprache der Demokratie“? Oder sind diese Fragen falsch gestellt, weil schon zu voraussetzungsreich: Was „ist“ denn „Demokratie“, was heißt es, über „Sprache und Demokratie“ sprechen zu wollen, als Mitbürger, Politiker – oder als Linguist?

Im Kontext dieser und ähnlicher Fragen laden wir alle Kolleginnen und Kollegen – nicht nur Linguisten, sondern auch Literatur-, Kommunikations- und Medienwissenschaftler, Politologen, Juristen und Sozialwissenschaftler – herzlich zu gemeinsamer Diskussion auf der Tagung ein.

Ziel der Tagung ist, inner- und außerhalb der wissenschaftlichen Community für das spannungsvolle Verhältnis von „Sprache und Demokratie“ zu sensibilisieren, aktuelle Konfliktherde und Problemstellungen auf sprach-gesellschaftlicher Makro- wie Mikroebene zu benennen, ihre historische Genese zu analysieren und Ansätze für lösungsorientierte, weiterführende und möglicherweise effektiver organisierte Forschungsprogramme zu skizzieren. Wer sich diesem Arbeitsfeld bereits zuwendet oder zukünftig zuwenden möchte, soll hier Raum für einen nachhaltigen Austausch finden.

Die Ergebnisse sollen in einer frei zugänglichen Form veröffentlicht werden.

Die Tagung findet statt in der Hauptbibliothek Adolf-Reichwein-Straße (AR), Raum 032, direkt neben dem Haupteingang.

Für Rückfragen im Vorfeld stehen wir natürlich jederzeit gerne zur Verfügung (Kontakt).

 


 

Language and democracy
An interdisziplinary conference from October, 2nd to 4th, 2014 at the University of Siegen.

What can we say about the relationsship between language and democracy? Think about the oratory of political debates, about the constitution of the world in public media, about interaction between administration and citizen, about voiceless votes, language policy, tortures, dialogues under surveillance, approaches to liquid democracy: is there a „(un)democratic language“ or a „language of democracy“? But maybe these questions are wrong due to the included assumptions: What „is“ „democracy“ for itself? What does it mean, when people, politicans or linguists want to speak about „language and democracy“?

About these and similar questions we want to discuss – not only with linguists, but also with the colleages from literary scholar, communication and media studies, with lawyers, political and social scientists.

The aim of the conference is to becoming more sensitive for the conflictual relationship between language and democracy. We want to discuss the current problems both in a macro and a micro perspective, to analyse their historical formation and looking for prospective research programmes.

The results of the conference shall be published under a creative commons licence.

If you had any questions please do not hesitate to contact us.